Jul 30

Nach der aufwendigen Mafia-Produktion des Vorjahres, wollte die Organisation im 2005 nicht minder kreativ ans Werk gehen. Hierzu mussten neue prägende Köpfe an Land gezogen werden, welche jedoch einen ähnlichen Sexappeal aufweisen, wie diejenigen vom bisherigen Komitee. Demzufolge wurde der Tom ins Boot geholt, sozusagen als Creative Director. Nun gut, die Euphorie vom Vorfeld schwand einige Monate vor dem Event. Dani musste beruflich bedingt auf die Auflage 2005 verzichten und auch der Rest zeigte gewisse Abnutzungserscheinungen. Grandiose, pompöse, exzellente, beispielslose, aufwendige Ideen wurden verworfen und man entschied sich, jenes Ford Boyard ohne Motto zu organisieren.

Trotz dieser erschwerten Vorbedingungen hatten die Teilnehmer ihren Spass und der Event verzeichnete mit 68 Sportlerinnen und Sportler einen neuen Besucherrekord. Neben Sonne, Hopfen und Malz wurde natürlich auch mit eisernen Bandagen gekämpft. Die Gruppen duellierten sich beim menschlichen Mühlespiel, warfen Zwerge durch die Gegend oder zeigten halsbrecherische Moves beim Sackhüpfen. Enthusiastisch und vom Ehrgeiz getrieben wurde Montagsmaler gespielt, Fotos geknipst und knifflige Quizfragen zum Allgemeinwissen beantwortet. Hier nimmt Ford Boyard einen gewissen Bildungsauftrag wahr; schliesslich ist es bedeutend zu erkennen, dass ein Liter Olivenöl rund fünf Kilo Früchte benötigt und die weiblichen Beinhaare pro Monat durchschnittlich 6mm wachsen. Apropos Frauen: Neuseeland war der erste Staat der dieser Spezies das Wahlrecht einräumte; nämlich 1893. Gut gemacht Kiwis!

Der Abend stand dann ganz im Zeichen von Finnenkerzen und der wohl grössten lebenden Fackel nördlich des Äquators: Bruno! Seine imposanten Spielereien werden jedoch nicht zur Nachahmung empfohlen und falls doch, lehnen wir jegliche Haftung ab!!