Wandern ist des Müllers Lust

Am 12. Mai machten sich die Kleinklassen aus Bern und Thun unter der Leitung des Klassenlehrers Schär auf zum Maibummel. (Ja ja, ihr wollt Fotos sehen – hier sind sie.)

Die meisten Schülerinnen und Schüler mussten schon früh morgens aus den Federn, einige hatten in der Nacht auf Samstag Ihr Bett keine Minute zu Gesicht bekommen. Auch der pädophilie Turnlehrer Abbühl liess es wieder einmal so richtig krachen, dennoch hatte er seine Hausaufgaben mehr als nur erledigt. Sein violetter Trainer wird wohl allen noch eine lange Zeit in schmunzelnder Erinnerung bleiben. Schönä gsi Dude…


Strömender Regen, 06.30 Uhr in der Früh – der Wecker legt Protest gegen den Schlaf der Lehrer ein. Trotzdem: Die Frisur hält!
Bei Gafner in Uetendorf stehen zwei Fahrzeuge bereit um die Quälgeister nach Rüschegg-Heubach zu bringen. An den Treffpunkten in Bern (Schützenmatt) und Thun (Bahnhof) wird deutlich, dass es sich nicht um normale Klassen handelt. Das Bild das sich der Lehrerschaft bot, ist in keiner Art und Weise in Worte zu fassen. Unsere Kleinklässler werden Ihrem Ruf voll und ganz gerecht. Nachdem auch der letzte Schüler Namens Kaspar startklar ist, kann der berner Bus endlich die Fahrt aufnehmen. Böse Zungen behaupten, dass der Thuner Bus die schlimmsten Alpträume schon früh morgens Realität werden lässt.

Endlich kann die ganze Gruppe im Restaurant Pfadern das wohlverdiente Frühstück zu sich nehmen und gestärkt los marschieren. Klassenlehrer Schär versucht das Programm bekannt zu geben, interessiert hat es wohl niemand. Lehrer Meier und Schär führen die Gruppe an, Pädi Abbühl wie immer ganz hinte(r)n. Bereits nach wenigen Minuten beginnen die Ersten sich über die Anstrengung der gemütlichen Wanderung durch den Wald zu beklagen, jedoch ohne gross auf Gehör zu stossen. Inzwischen hat auch die Sonne den Kater von gestern überstanden und zeigt sich von Ihrer schönsten Seite.

Wie ein Wunder trifft die Gruppe geschlossen, unverletzt und pünktlich um 10.30 Uhr im Seilpark Gantrisch ein. Den Gesichtern der Mitarbeiter des Parks ist abzulesen, dass man hier nicht zwingend auf uns gewartet hat. Unser Erscheinungsbild lässt böses ahnen. Die mehr oder weniger professionelle Instruktion durch Henä aka „am Zipfu ziehä“ wird immer wieder durch peinliche Zwischenfälle gestört. Nach seiner zweideutigen Bemerkung können sich einige nicht mehr zurückhalten und in Abbühl seiner Hose zeichnet sich etwas ab welches hier nicht mit Namen genannt werden sollte.

Alle ausser Matthias sind für das waghalsige Abenteuer in der Höhe ausgerüstet und können es kaum noch erwarten an Henäs Zipfel zu ziehen. Kinder wie auch die Lehrer stossen in den kommenden vier Stunden an Ihre Grenzen. In bis zu 30 Metern Höhe hangeln wir uns auf beweglichen Elementen wie Holzbretter, Drahtseilen und anderem Firlefanz von Baum zu Baum. Und was macht Matthias? In erster Linie versuchen trotz wilder Nacht gut auszusehen. Was mehr oder weniger auch gelingt. Die Meinungen gehen diesbezüglich auseinander. Wir sind der Meinung: „looks very nice“

Mit Bier und Mineral bepackt verlassen wir den Seilpark in Richtung Grillstelle die eine viertelstündige Wanderung weiter oben im Walt liegt. Inzwischen ist klar, dass der Maibummel 2007 unter herrlichem Wetter über die Bühne geht. Mit Zeitungslesen, Angeschlagen 1, 2, 3, krassen Quardett Duellen und anderen lustigen Spielen vertreibt sich die Klasse und Lehrerschaft die Zeit. Auch der Grill erfreut sich über grosses Interesse seiner Hitze. Nachdem sich alle Ihre Wurst reingeschoben haben und auf verschiedene Art und Weise Ihrem Naturell Ausdruck verliehen haben, neigt sich der Tag mit der Wanderung zurück zu den Fahrzeugen dem Ende zu. Einige geschafft und glücklich, andere betrunken (was bekanntlich das glücklich sein nicht ausschliesst), treten wir die Heimreise nach Thun und Bern an. Die beiden Tracks setzen sich unter ohrenbetäubendem Lärm in Bewegung und bringen die Besatzungen sicher an die Treffpunkte in Bern und Thun zurück.

Die Nacht ist schon lange ins Lang gezogen, als die erschöpften Lehrer den Gafner Platz verlassen und froh sind, dass alles glatt abgelaufen ist.

Einige Fragen bleiben jedoch bis heute ungeklärt:

- Was genau zeichnete sich in der Hose von Herrn Abbühl ab?

- Hat jemand am Zipfel von Henä gezupft?

- Gibt es wirklich noch lebende Vampire in Finnland?

Antworten gibt es vielleicht im nächsten Jahr. Die Bilder des Tages sind hier zu finden.

Fordboyard bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für einen gelungenen Anlass und freut sich auf euer Erscheinen am 18. August in der Strättlig Burg.

See you next time.

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